René Pfister prognostiziert im SPIEGEL, dass die letzten beiden Jahre die gefährlichsten der Amtszeit von Donald Trump werden können. Diesen Artikel stelle ich auch in meinen Seminaren zur US-Zwischenwahl vor.
Trump wird nicht ewiger Präsident – hat aber noch zwei Jahre
Der Artikel beginnt mit der guten Nachricht, dass Trump nicht ewiger Präsident bleiben wird. Viele seiner Anhänger gehen auf Distanz. Die schlechte Nachricht ist, dass er noch zwei Jahre im Amt bleibt und diese die gefährlichsten Zeiten seit dem zweiten Weltkrieg werden könnte. Schon einem fähigen Präsidenten würde viel abverlangt, eine Eigenschaft, die auf Donald Trump sicher nicht zutrifft.
Weltweite Krisen – und Demütigungen für die USA
Obwohl Putin jeden Monat Zehntausende Soldaten verliert, droht eine Ausweitung der Kampfzone mit einem Angriff auf einen Nato-Staat. Im Nahen Osten schaffen es die Iraner trotz der Angriffe die Weltmacht USA zu demütigen, in dem sie durch die Kontrolle der Straße von Hormus die Versorgung mit Energie drosseln konnte. Die hohen Energiepreise könnte Trump die Mehrheit kosten, aber auch Populisten in vielen Demokratien helfen, unter anderem in Frankreich.
Die Welt schraubt sich immer tiefer ins Chaos
Die Welt kam halbwegs glimpflich durch Trumps erste Präsidentschaft, da er sich nicht in außenpolitische Abenteuer stürzte. Nach dem überstandenen Attentat und dem zweiten Wahlsieg glaubt Trump in göttlicher Mission unterwegs zu sein – und stürzt die Welt ins Chaos.
Sein Verhalten stärkt Putin und Xi, die beide die westliche Demokratie ablehnen. Die Huthi-Miliz schaffte es mit Hilfe des Irans die Straßen am Roten Meer zu bedrohen, die für den internationalen Handel wichtig ist. Die Schurken der Welt merken, wie leicht es ist es ist, die Vereinigten Staaten zu demütigen: „Das Land gleicht einem Riesen, der wie wild nach den Zwergen schlägt, die immer frecher und unverschämter auftreten.“
Trump und KI – eine tödliche Kombination
Eine weitere Bedrohung sieht der Autor, dass Trumps Regierungszeit mit dem Aufstieg der Künstlichen Intelligenz zusammenfällt, „die die Welt mehr verändern wird als das Aufkommen der Elektrizität und die Erfindung des Internets zusammen. Was in Amerikas und Chinas Techlaboren geschaffen wird, könnte eine Bedrohung für die Welt werden. Pfister glaubt nicht, dass Trump in der Lage sein wird, uns vor dieser möglichen Katastrophe zu bewahren. In seiner ersten Amtszeit hatte er erklärt, dass ein guter Tweet immer die richtige Prise Wahnsinn enthalten müsse. „Nun, in seiner zweiten, schreibt er nicht mehr nur Posts in den sozialen Medien nach diesem Motto. Er regiert auch danach.“