Stefan Kornelius sieht in der Süddeutschen Zeitung die USA in der Pflicht, den Gaza-Krieg zu beenden.
Unrealistisches Kriegsziel
Kornelius sieht Israel auf einem „gefährlichen und törichten Pfad“, da die komplette Auslöschung der Hamas nicht gelingen wird. Immer mehr Zivilisten müssen fließen, das Schlachtfeld wird immer größer. Er folgt seinen rechtsextremen Koalitionspartnern und verweigert Gespräche über Weigerung über politische Perspektive für Palästinenser zu reden. Diese Ignoranz ist gefährlich – für Israel und die USA.
Militärische Mittel reichen gegen Terrorismus nicht
Präsident Joe Biden weiß aus Irak und Afghanistan, dass Kriege gegen einen terroristischen Gegner nicht allein mit militärischen Mitteln zu gewinnen sind. Netanjahu verweigert sich dem Druck zur Mäßigung, weil er weiß, dass die USA Israel nicht allein lassen wird. Doch Israel kann seine militärische Überlegenheit nicht in eine politische Überlegenheit übersetzen.
Netanjahu lässt den Krieg in verantwortungsloser Weise eskalieren
Dieser Krieg nähert sich jetzt mit rasendem Tempo seinem politischen Dreh- und Angelpunkt: dem israelischen Premierminister. Er verteidigt ein überfallenes Land, aber er verzögert auch die Untersuchung seiner eigenen Rolle. Möglicherweise spekuliert er auch auf eine Rückkehr von Donald Trump.
Die USA muss Einfluss einnehmen
Netanjahu ist vollständig auf die USA angewiesen. Für diesen Dienst muss Washington ihm nun einen Preis nennen.