In der Satire-Sendung Extra 3 geht Christian Ehring hart mit der AfD und den AfD-Wählern ins Gericht. Sie können die Sendung in der ARD-Mediathek oder auf YouTube sehen.
Er zeigt, dass viele Begründungen für den AfD-Erfolg nicht überzeugen:
- Migration: In den Gegenden mit den meisten AfD-Wählern liegt der Migrantenanteil niedrig. Die Zahl der Asylbewerber ist deutlich zurückgegangen. Mit Grenzkontrollen und Abschiebungen verfolgt die Bundesregierung einen harten Kurs.
- Klimaschutz: Klimaschutz ist kaum ein Thema mehr, der erneute Tankrabatt dient den Ölkonzernen und keineswegs dem Klimaschutz.
- Sozial abgehängt: Die AfD hat ein Sozialprogramm wie die AfD - sie dient nicht den Interessen von kleinen Leuten.
- Enttäuschung ostdeutscher Biographien: Die Einheit ist über 35 Jahre her, viele der AfD-Wähler haben die DDR und die unmittelbare Nachwende-Zeit gar nicht miterlebt.
Ehring betont, dass er die folgende Analyse nicht teilt, dennoch möchte ich diese Passage wörtlich zitieren:
Ist er vielleicht auch einfach nur ein egomaner Vollidiot?
Ist es jemand, dem es scheißegal ist, ob er eine Partei zu wählen, in der sich Rechtsradikale zu Hause fühlen? Jemand, dem es völlig Schnurz ist, seine Stimme Leuten zu geben, die die Schulpflicht abschaffen wollen, die Bürgerwehren installieren wollen, die Migranten mit Waffen der Bundeswehr abschieben wollen, jemand, dem es scheißegal ist, eine Partei zu wählen, die sich bei Wladimir Putin einschleimt, jemand, der vielleicht aus lauter Langeweile in einem sicheren Land zu leben, einfach nur Bock hat, dass diese Demokratie, das System oder irgendwas kaputt geht, das, was zerstört wird, dass er beim kaputtmachen dabei ist, damit das verdammte Vakuum aus seinem Leben verschwindet und der nicht mal ahnt, dass diese Stimme für diese Partei immer an seiner Biografie kleben wird wie Kacke am Schuh.