Trotz des schlechten Ergebnisses seiner Kandidaten hat Donald Trump eine erneute Präsidentschaftskandidatur angekündigt. Hier stelle ich einige Analysen vor:
Der Commander und der Clown
Rene Pfister zeigt im SPIEGEL den Kontrast zwischen Trump und Biden. Während Biden bei der G20-Konferenz über schwierige Probleme verhandelt, ist Trump in seiner Plüschresidenz. Bei seiner Bewerbungsrede nennt er kaum einen neuen Grund, warum man ihn nochmals ins Weiße Haus wählen sollte.
Mit Florias Gouverneur Ron DeSantis und dem früheren Vizepräsident Mike Pence gibt es bereits zwei mögliche Gegenkandidaten. Aber auch bei den Demokraten gibt es den Wunsch nach einem Generationenwechsel, bei der Wahl 2022 wird Biden 82 Jahre alt sein.
Ein Dauerwahlkampf droht
Fabian Fellmann befürchtet in der Süddeutschen Zeitung einen Dauerwahlkampf: "Nun wird Trump versuchen, alle Aufmerksamkeit aufzusaugen. Er wird das Land nun zwei Jahre lang in einen Status permanenten Wahlkampfs ziehen, in einen Status permanenter Aufregung." Dennoch werden Trumps Gegner nicht zögern, ihn auszuschalten, wenn es eine Gelegenheit gibt.
Fluch und Segen für die Demokraten
Trumps Kandidatur bedeutet Segen und Fluch für die Demokraten kommentiert Christian Zaschke in der Süddeutschen Zeitung. Nach seinem Wahlsieg 2016 hat Trump nun dreimal gegen die Demokraten verloren. Viele Demokraten halten ihn deshalb für den leichteren Gegner. „Doch wer ihn jetzt unterschätzt, begeht einen womöglich historischen Fehler.“ Er hat weiterhin überzeugte Anhänger und auch 2016 hat man ihn lange nicht ernst genommen. Zaschke kritisiert auch die perfide Strategie der Demokraten, die bei den Vorwahlen der Republikaner zu den Kongresswahlen besonders radikale Kandidaten unterstützt haben. Die Rechnung ging zwar am Ende in den meisten Fällen auf, es könnte aber auch sehr dubiose Kandidaten in Ämter bringen.