Zu den Wahlen haben verschiedene Medien Lehren beschrieben.
Fünf Lehren aus den Wahlen
Florian Gathmann beschreibt im SPIEGEL fünf Lehren aus den Wahlen in Sachsen und Thüringen.
Die AfD ist die dominante Kraft in Ostdeutschland
Trotz aller Skandale und rechtsextremer Spitzenkandidaten verfügt die Partei künftig auch ohne Regierungsbeteiligung an einem enormen Einfluss.
Das BSW ist aus dem Stand ein politischer Faktor:
Auch wenn sie programmatisch schwer zu fassen sind, ist das Bündnis entscheidend für die Regierungsbildung.
Die Linke ist selbst im Osten auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit:
Lange galt die Linke als die Ostpartei, doch nicht einmal Bodo Ramelow konnte den Niedergang aufhalten.
Die Regierungsbildung wird immer schwerer
Trotz stabiler CDU wird die Regierungsbildung in beiden Ländern schwierig. Neben der Zusammenarbeit mit der Wagenknecht-Partei ist in Thüringen wohl eine Tolerierung durch die Linke notwendig.
Die Ampel hat in Ostdeutschland kaum mehr Rückhalt:
Die drei Ampelparteien kommen in beiden Ländern auf kaum mehr als 10 % - die FDP versinkt in der Bedeutungslosigkeit
Links-grün wählt plötzlich CDU
Der Fokus nennt sechs Punkte, die die Radikalität des Wahlergebnisses zeigt.
1. Die CDU bleibt stark – dank krasser Wählerwanderungen
Mehr als die Hälfte haben in beiden Ländern haben nur die CDU gestimmt, damit die AfD nicht noch mehr Einfluss erhalten.
2. Die AfD-Diskussionen und das BSW treiben die Wähler an die Urnen
Die Wahlbeteiligung in beiden Ländern zugenommen – das ist ein Erfolg.
3. Die Leib- und Magenthemen von AfD und BSW haben die Wahlen entschieden
Entscheidend für die Wahlen waren die Themen: soziale Sicherheit, innere Sicherheit und Zuwanderung.
4. Die Denkzettel-Wahl schrumpft die Ampel
Rund 60 % in beiden wollten der Bundesregierung einen Denkzettel verpassen
5. Das BSW schadet der AfD nur geringfügig
Das Bündnis Sahra Wagenknecht hat der AfD kaum geschadet, die meisten Stimmen kamen von den Linken, Nichtwählern und der CDU.
6. Keine Begeisterung für BSW-Regierung – aber kleineres Übel
Viele Menschen sehen eine Regierungsbeteiligung der Wagenknecht-Partei kritisch, sehen darin aber das kleinere Übel.